FiSch - Fersehen in Schulen
Ein Projekt der RTL-Journalistenschule zusammen mit dem real-Markt Mönchengladbach, Krefelder Straße, der Firma Lehmann Natur und dem Kurs 10MK der Realschule an der Niers.
Am 27. und 28.09.2012 sollten wir Schüler des 10MK zusammen mit Frau Kilian-Zänger die Welt des Films aus der anderen Perspektive kennen lernen, d.h. nicht konsumieren sondern selbst Filmmaterial drehen, Interviews führen und ein vorzeigbares Ergebnis erzielen, das uns über den Weg der Bioprodukte vom Erzeuger über den Großhändler, bis zum Biobereich der Obst- und Gemüseabteilung des real-Marktes informierte.

Am ersten Tag trafen wir uns morgens an der Schule und zwei Großraumtaxis brachten uns zur Fa. Lehmann-Natur in Mönchengladbach. Wir lernten Herrn Herwig von der RTL-Jornalistenschule und Herrn Ehrig von RTL II kennen, die für zwei Tage unsere „Lehrer“sein sollten. Nach einer Einführung in die journalistische Arbeit, lernten wir den Umgang mit der Kamera und schon ging es in zwei Gruppen los, dieses Wissen in der Praxis zu erproben. Die eine Gruppe fuhr zum real-Markt an der Krefelder Straße und schaute sich im Biobereich der Obst- und Gemüseabteilung um. Die andere Gruppe arbeitete vor Ort bei der Firma Lehmann. In beiden Gruppen durfte jeder einmal die Kamera führen und sich als Reporter in einem Interview versuchen. Die restlichen Gruppenmitglieder mussten protokollieren wer, wo und was gerade aufgenommen wurde, oder war für unser professionelles Equipment verantwortlich, d.h. sie mussten die Ausrüstung tragen und halten.


Am Nachmittag, nach einen leckeren Mittagessen, natürlich mit reinen Bioprodukten, setzten beide Gruppen ihre Arbeit bei Lehmann Natur fort. Schnell merkten wir, wie langwierig und anstrengend die Filmerei ist und dass es oft drei, vier oder fünf Versuche benötigte, eine gute Sequenz aufzunehmen. Was so mühelos aussieht, ist harte Arbeit und wie locker klingen die paar Sätze, die der Zuschauer im Fersehen sieht, aber wie oft verspricht sich vorher der Moderator, vergisst seinen Text oder schaltet das Mikro nicht ein (nicht wahr Frau Kilian-Zänger?). Diese „Versuche“ landen später im Müll, kosten aber zunächst Aufnahmezeit und Konzentration von allen Beteiligten, aber vor allem Geduld! Janik entwickelte sich zum Profi an der Kamera und einige Mädels zeigten besonderes Talent als Reporterin. An dieser Stelle gilt unser Dank allen Mitarbeitern bei real und Lehmann-Natur, die immer nett und verständnisvoll waren und ihren Part mehrmals wiederholten, wenn dies nötig war.
Am Ende eines langen Tages,mit vielen neuen Eindrücken, freuten wir uns schon auf den nächsten, den Besuch bei RTL in Köln.
Um 8 Uhr standen wir pünktlich bereit und diesmal brachte uns ein Bus nach Köln. Während der Fahrt war es noch sehr still, jeder träumte vor sich hin und verlängerte den Schlaf. Doch ab 9 Uhr waren alle hellwach. Köln, RTL , ein beeindruckendes Gebäude empfing uns und ein bisschen fühlten wir uns wie Fernsehstars, besonders mit unseren coolen Besucherausweisen. Nach einer Begrüßung führte uns Herr Herwig durch die verschiedenen Abteilungen. Wir erkannten so manchen Drehort aus dem Fernsehen und auch einige der RTL-Moderatoren huschten an uns auf dem Flur vorbei. In der Wetterredaktion bekamen wir einen Einblick, wie unser Wetter aufbereitet, d.h. wie es uns verständlich und auch amüsant präsentiert wird. Wir konnten die Arbeitsplätze der Cutter und der Tontechniker sehen und bei manchen wurden Berufswünsche geweckt.
Natürlich gab es auch hier ein tolles Mittagessen in der Kantine. All you can eat! Hmm!
Den Nachmittag verbrachten wir im Schulungsraum der Journalistenschule an den Computerarbeitsplätzen. Zuerst erklärte uns Herr Herwig die Funktionen des Schneideprogramms und dann sollten wir aus zehn Minuten Filmmaterial der Serie „Die Wollnys“ einen eigenen Film mit nur einer Minute und 20 Sekunden schneiden. Alle saßen konzentriert vor ihren Bildschirm und ließen sich nicht ablenken. Frau Kilian-Zänger freute sich über die Konzentration, die uns manchmal im Unterricht fehlt. Die auftretenden Probleme konnten mithilfe von Herrn Ehrig und Herrn Herwig beseitigt werden und als wir nach zwei Stunden unsere „Werke“ begutachteten, hatten alle die gestellte Aufgabe bewältigt. Auch hier, wie gestern, waren wir erstaunt, wie lange wir für eine kurze Filmzeit arbeiten mussten.
Im Anschluss sichteten wir gemeinsam unser erstelltes Filmmaterial vom Vortag, lachten über unsere Versprecher und schlechten Aufnahmen, aber waren auch stolz auf die gelungenen Anteile. Einhellige Meinung:
Der Film kann sich für das erste Mal sehen lassen!
Als der Bus uns am Abend nach Mönchengladbach zurückfuhr, lagen zwei spannende Tage hinter uns, mit Erfahrungen, die uns in Zukunft Fernsehsendungen anders betrachten lassen.
Vielen Dank allen Beteiligten, dass wir dabei sein durften.
Ricarda, Lara, Michelle, Anna, Pia, Alina, Isabel, Lea, Vanessa, Janik und Janine aus dem Kurs 10MK

